Ich bin mir nicht ganz sicher, war der heutige Arzttermin so in die Hose ging und ich mit den Arzthelferinnen so sehr diskutieren musste, aber immerhin konnte ich das erste Mal bewusst meine Meinung vertreten und meinem Ziel und meiner miesen Stimmung Nachdruck verleihen.

Was ist passiert:

Heute um 12 hätte ich einen Arzttermin für ein MRT gehabt, den ich vor Monaten vereinbart habe. Ich wurde sogar gestern nocheinmal höflich telefonisch darauf aufmerksam gemacht. Also habe ich mir – in weiser Vorraussicht einen halben Tag Urlaub genommen. Ich kam also um 11:50 in der Praxis an, bestätigte einen Termin zu haben, lieferte alle Unterlagen ab und dann fiel der erste Satz „Wir haben aktuell – ETWAS – Verspätung.“ – Daraufhin fragte ich berechtigt: „Wie viel denn?“ Und die Arzthelferin meinte im ersten Anlauf „Eine Stunde.“ – Daraufhin gab ich ihr zu verstehen, dass ich trotz Termin und Verständnis für die Wartezeit nicht so lange warten könne, da ich heute auch noch zur Arbeit müsse. Resultierend daraus, fragte sie nocheinmal bei Kolleginnen nach und korrigierte sich auf 30 Minuten herunter und das ich gerne nochmal kurz rauskönne. Ich kam nach 25 Minuten wieder zurück und wurde dann direkt am Wartezimmer vorbei zu einem kleinere Wartebereich vor der MRT-Anlage gesetzt. So weit so gut, jedoch wartete ich wieder. Der Zeiger der Uhr wanderte munter auf 13 Uhr zu und ich rechnete immer wieder im Kopf, das die Untersuchung an sich ja auch nochmal 20 Minuten beinhaltet, ich aber um 14 Uhr wieder im Büro sein musste… – dementsprechend ging ich wütend zurück zur Anmeldung und forderte im freundlichen und ruhigen Ton einen neuen Termin – musste mir daraufhin anhören lassen, dass das immer so sein wird. Gerade weil sich auch Patienten verspäten…. – Ganz ehrlich. Einen verspäteten Patienten würde ich hintenanstellen, gegenüber den pünktlichen. Nur von Priorisierung hat eine Arzthelferin vermutlich noch nichts gehört. Da ich aber nicht zu den Schuldsuchern und Cholerikern gehöre, drückte ich mein Verständnis für alles mögliche aus. Ich habe jetzt in 4 Wochen einen neuen Termin. Diesmal am späten Nachmittag. Bis 22 Uhr warten kann ich ja dann ganz in Ruhe…

Was ist das gute daran?
Früher wäre ich sitzten geblieben und hätte mir den gesamten Tag versaut, in dem ich nicht nur das unwohle Gefühl des Wartens erduldet hätte, sondern auch die Konsequenzen wie „enttäuschte Kollegen“, weil ich mich nicht an Terminabsprachen gehalten haben – aus welchem Grund auch immer.

Heute ging ich zwar leicht verärgert (zu Recht), aber mit einem besseren Gefühl aus der Praxis und konnte anständig zur Arbeit und in den dort vereinbarten Termin.