Ich frage mich, ob mit 30 der Zug abgefahren ist, was das nochmal längerfristig glücklich sein angeht. Kann man Ü30 eine Beziehung finden, die dann hält bis an das Lebensende? Man hat ja so einen Eindruck, wie das Funktionieren kann: Kompromisse, Verständnis, gemeinsame Weiterentwicklung, Nähe und guten Sex.

Ich mache jetzt vermutlich die eine oder andere Schubladen auf 😉 Mein Eindruck ist, wenn man sich mit 20 auf eine eheähnliche Partnerschaft (oder gar Ehe) festlegt, hat man einen ganz anderen Erfahrungsschatz, als wie das dann mit 30 ist. Mit 30 hat man ja dann schon X Partnerinnen btw. Partner kennengelernt. Hatte Traumschlösser zusammen gebaut, die dann verpufften. Passiert einem das, wenn man sich eher auf eine Person einlässt? Sicherlich. Aber man sieht ja auch diese „Vorzeigepärchen“. Oder dieses „Ein Bekannter/ Freund meinte er habe bei Tinder seine Traumfrau gefunden. Die wollen nächstes Jahr heiraten“.

Das lässt sich per se natürlich nicht pauschalisieren. Seht diesen Text als eine Aneinanderreihung diverser Gedankenströme!

Vielleicht sollte ich die Frage für mich anders formulieren. Nicht „ob“ es klappen kann, sondern „will“ ich das überhaupt? Eine leise Stimme im Kopf hat schon vor langer Zeit gesagt: Geh deinen Weg. Forme deine Zukunft. – Und dafür brauche ich keinen Partner. Sehe ich mich in 10 Jahren – mit all den erfüllten Wünschen, erreichten Zielen und mit all den zu überwindenden Steinen, die noch vor mir liegen, dann sehe ich eine alleinstehende, glückliche und erfolgreiche Frau – ohne Mann, Kind, Haus, Garten.

Die richtige Liebe zu finden, ist für mich vergleichbar mit einem Lottogewinn. Manch einer kann damit umgehen und hat dann seelisch ausgesorgt, ein anderer verprasst es.

Und ich? Ich spiele kein Lotto.